Leben als Geschenk Gottes

04.10.2026

Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Leben als Geschenk Gottes“. Anhand des Schöpfungsberichts wurde deutlich, dass alles Leben seinen Ursprung in Gott hat. Diese Zusage wurde in der Taufe von Zoe auf besondere Weise sichtbar und erfahrbar.

Als Grundlage des Gottesdienstes diente der Schöpfungsbericht aus dem 1. Buch Mose 2, Vers 15, wo es heisst: „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ Während der Predigt wurde deutlich: Der Mensch lebt nicht aus sich selbst heraus, sondern ist ganz auf das angewiesen, was Gott schenkt: Leben, Atem, Nahrung und Gemeinschaft. 

Im Mittelpunkt stand die Taufe von Zoe. Das Wort aus Psalm 139,5 begleitete die Feier: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.“ Diese Zusage Gottes zog sich wie ein roter Faden durch den gesamten Gottesdienst.

Der Garten Eden wurde nicht als Ort des süssen Nichtstuns beschrieben, sondern als Lebensraum voller Verantwortung. Der Auftrag Gottes gilt bis heute: Die Schöpfung mit Achtung zu behandeln, sie zu gestalten, zu bewahren und nicht auszubeuten. Christen sind berufen, als Verwalter der Schöpfung verantwortlich zu handeln und Gottes Willen in ihrem Umfeld sichtbar werden zu lassen. 

Besonders schön war die Verbindung zum Namen des Täuflings. Der Name Zoe stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Leben“. So wurde die Taufe zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass alles Leben seinen Ursprung in Gott hat. Kinder sind Geschenke Gottes, die den Eltern anvertraut werden. Diese begleiten und beschützen sie und stärken ihren Glauben. 

Den Eltern wurde zugesprochen, dass sie diese Aufgabe nicht alleine tragen müssen. Gottes schützende Hand begleitet Zoe auf ihrem gesamten Lebensweg. Auch dort, wo menschliche Möglichkeiten Grenzen haben, bleibt Gottes Treue bestehen. 

Ein weiterer Gedanke betraf den Glauben selbst. Glaube ist keine menschliche Leistung, sondern ein Geschenk Gottes. Es gilt diesen Glauben zu pflegen, zu nähren und zu bewahren. Wer Gott vertraut, darf sich darauf verlassen, dass er sein Leben lang begleitet und getragen wird. 

Fotos: Roland Waller